Christoph Kolumbus

Im Wettlauf mit Portugal um den Seeweg nach Indien im Rahmen des Indienhandels wollte Kolumbus den Weg im Westen erschließen. Das Ziel seiner ersten Entdeckungsreise war die Hafenstadt Quinsay in China, das im damaligen Sprachgebrauch zu Indien gezählt wurde.
Auf seinen vier Entdeckungsreisen zwischen 1492 und 1504 steuerte Kolumbus vor allem die Großen Antillen an, darunter bei allen vier Reisen Hispaniola (heute Haiti und Dominikanische Republik), wo er erste Kolonien gründete. Erst auf seiner vierten Reise betrat er im heutigen Honduras amerikanisches Festland. Kolumbus hat zeitlebens nicht erkannt, dass es sich um einen bis dahin unbekannten Kontinent handelte. Diese Auffassung vertrat erst Amerigo Vespucci, nach dem die Neue Welt schließlich Amerika benannt wurde.
Die ersten Entdecker Amerikas waren die Vorfahren der indigenen Bevölkerung Amerikas, die gesicherten Erkenntnissen zufolge vor mehr als 20.000 Jahren von Asien her auf den zuvor menschenleeren Kontinent gelangten (nach vereinzelter Funddeutung sogar vor über 100.000 Jahren), und zwischen 12.000 und 11.000 vor Chr. auch auf dessen Südhälfte (siehe Besiedlung Amerikas). In den Zeitspannen von vielen Jahrtausenden ist allerdings die Erinnerung an die Einwanderung verloren gegangen, wurde ihr Kontinent von den aus Asien Gekommenen nicht mehr als Neuland erlebt, sodass die Wortwahl ‚Entdeckung‘ nicht unbedingt angebracht ist.
Als neu entdecktes Land wurde Nordamerika schon rund 500 Jahre vor Kolumbus von Leif Eriksson und anderen Wikingern besucht, die zeitweilig auch dort siedelten. Wenn Kolumbus gleichwohl bis heute als maßgeblicher europäischer Entdecker Amerikas gilt, ist das darauf zurückzuführen, dass erst seine Reisen die dauerhafte Kolonisierung und Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents durch Europäer und Menschen aus anderen Kontinenten in geschichtlicher Zeit zur Folge hatten. Veröffentlicht in Wikipedia
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